E-Mail-Adresse für Ihr Kind erstellen
Aktualisiert am 30. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit
Früher oder später fragen Schule, Sportverein oder Großeltern nach der E-Mail-Adresse Ihres Kindes. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Ihrem Kind in Ayamail eine eigene Adresse geben, wie Sie festlegen, wer ihm schreiben darf, und was Sie als Elternteil sehen und was nicht. Sie brauchen etwa zehn Minuten und das Gerät, das Ihr Kind nutzen wird.
Bevor Sie anfangen
Bei Ayamail kann man ab 15 Jahren ein eigenes Konto haben. Kinder unter 15 bekommen stattdessen ein Kinderkonto. Ein Elternteil legt es an und verwaltet es in der Familienzentrale. Das Kind erhält nie Zugriff auf das Dashboard, die Abrechnung oder die Konten anderer.
Kinderkonten gehören zum Family-Tarif. Er bietet Platz für 6 Erwachsene und 4 Kinder, die sich 2 TB Speicher teilen. Wenn Sie den kostenlosen Tarif mit 3 GB oder Plus, Unlimited oder Duo nutzen, können Sie jederzeit wechseln. Die Preise hängen vom Land ab. Was es bei Ihnen kostet, sehen Sie auf der Preisseite.
Legen Sie sich ein paar Dinge zurecht: einen Namen für das Konto, eine Adresse, die Ihrem Kind gefällt, und ein Passwort mit mindestens 12 Zeichen aus Buchstaben und Zahlen. Verzichten Sie auf den vollen Namen oder das Geburtsjahr in der Adresse. Ein Spitzname plus ein Lieblingswort funktioniert gut und verrät weniger.
Schritt für Schritt: Kinderkonto anlegen
Alles geschieht in Ihrem eigenen Konto. Ihr Kind muss erst ab Schritt 6 dabei sein.
1. Familienzentrale öffnen
Melden Sie sich auf ayamail.net an und öffnen Sie das Dashboard. Wählen Sie Familienzentrale. Dort sehen Sie die Erwachsenen und Kinder der Familie und wie viel Speicher jedes Konto belegt.
2. Kinderkonto anlegen
Legen Sie ein neues Konto an und markieren Sie es als Kinderkonto. Geben Sie einen Namen ein, wählen Sie den Benutzernamen und eine unserer Domains, zum Beispiel ayamail.net.
3. Passwort festlegen
Geben Sie ein Passwort ein oder lassen Sie eines erstellen. Es braucht mindestens 12 Zeichen mit Buchstaben und Zahlen, und Passwörter aus bekannten Datenlecks lehnen wir ab. Wir speichern das Passwort nicht lesbar, notieren Sie es also für Ihr Kind.
4. Schutzeinstellungen prüfen
Öffnen Sie Schutz für das neue Konto. Die Option „Nur Mails von freigegebenen Absendern empfangen“ ist von Anfang an eingeschaltet. E-Mails von allen anderen erreichen Ihr Kind nicht. Sie werden stattdessen an Sie weitergeleitet, damit Sie sie lesen und den Absender freigeben können.
5. Absender freigeben
Fügen Sie hinzu, von wem Ihr Kind hören soll: Großeltern, Klassenlehrerin, Verein. Sie können eine vollständige Adresse (name@schule.de) oder eine ganze Domain (schule.de) freigeben. Die Adressen der Familie sind immer freigegeben.
6. Auf dem Gerät des Kindes anmelden
Öffnen Sie ayamail.net im Browser auf Handy, Tablet oder Computer Ihres Kindes und melden Sie sich mit der neuen Adresse und dem Passwort an. Auf dem Handy können Sie die Seite zum Startbildschirm hinzufügen, dann öffnet sie sich wie eine App. Das Konto funktioniert auch in Mailprogrammen wie Apple Mail oder Outlook über IMAP und SMTP.
7. Die erste E-Mail gemeinsam senden
Schicken Sie eine kurze Test-E-Mail von Ihrer Adresse an Ihr Kind und eine zurück. So wissen Sie, dass alles funktioniert, und es ist ein guter Moment, um darüber zu sprechen, was man mit einer seltsamen Nachricht macht.
Kinderkonten gehören zu Ayamail Family
6 Erwachsene und 4 Kinder, 2 TB gemeinsam, mit E-Mail, Kalender, Kontakten, Cloud, Album und Passwörtern.
Was Ihr Kind kann und was nicht
Ein Kinderkonto hat Webmail und die Apps: E-Mail, Kalender, Kontakte, Cloud, Album, Passwörter und Dokumente. Ihr Kind kann freigegebenen Absendern schreiben, E-Mails in Ordnern sortieren und eigene Dateien ablegen.
Ein Kind kann den Tarif nicht ändern, die Abrechnung nicht sehen, das Dashboard nicht öffnen und andere Familienmitglieder nicht verändern. Sie behalten die Verantwortung. Sie können das Konto umbenennen, ein neues Passwort setzen, es pausieren, sodass keine Anmeldung in den Apps mehr möglich ist, und es löschen. Beim Löschen gehen alle E-Mails, Kontakte und Dateien des Kontos endgültig verloren.
Was Sie als Eltern sehen und was nicht
Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind darüber. Solange die Option „Nur freigegebene Absender“ aktiv ist, erhalten Sie die E-Mails unbekannter Absender, weil sie an Sie statt an Ihr Kind gehen. E-Mails freigegebener Absender gehen direkt an Ihr Kind, und Sie bekommen keine Kopie.
Schalten Sie diese Option aus, erhält Ihr Kind alle E-Mails. Sie können dann eine Kopie von E-Mails neuer Absender anfordern, die nicht auf der Liste stehen. Das passt zu älteren Kindern, die mehr Freiheit brauchen, während Sie neue Kontakte im Blick behalten.
Die Familienzentrale hat keine Funktion zum Lesen des Postfachs Ihres Kindes. Wir halten es für besser, festzulegen, wer schreiben darf, als hinterher mitzulesen. So hat Ihr Kind Privatsphäre in klaren Grenzen.
So sind die E-Mails geschützt
Die E-Mails Ihres Kindes sind durch eine verschlüsselte Verbindung (TLS) zu und von unseren Servern geschützt, und wir verlangen verschlüsselte Zustellung von anderen Mailservern. E-Mails liegen auf unseren eigenen Servern bei Hetzner in Deutschland. Ohne PGP sind sie nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Wenn nur der Empfänger eine Nachricht lesen soll, können Sie PGP einschalten oder eine passwortgeschützte Nachricht senden.
Dateien, Fotos, Passwörter und Dokumente in Drive, Album, Pass und Docs werden auf dem Gerät verschlüsselt, bevor sie gespeichert werden, und wir können sie nicht lesen. Kalender und Kontakte lassen sich verschlüsseln.
Die Freigabe richtet sich nach der Absenderadresse in der E-Mail. Unser Spamfilter weist viele gefälschte Absender ab, aber nicht alle. Bringen Sie Ihrem Kind bei, nie Passwörter oder persönliche Daten per E-Mail zu senden, auch wenn der Absender bekannt wirkt.
Gute Gewohnheiten für die ersten Monate
- Gehen Sie die Liste der freigegebenen Absender einmal im Monat gemeinsam durch.
- Vereinbaren Sie, dass Ihr Kind Ihnen von E-Mails erzählt, die Angst machen, unhöflich sind oder Geheimnisse verlangen.
- Bewahren Sie das Passwort sicher auf und ändern Sie es, wenn ein Freund es gesehen hat.
- Lassen Sie Ihr Kind bei der Adresse mitentscheiden. Was man mag, passt man auf.
- Erklären Sie, dass man Links und Anhänge von Fremden nicht öffnet.
- Nutzen Sie den gemeinsamen Familienkalender für Schultermine und Hobbys, damit E-Mail nicht der einzige Weg ist.
Wenn Ihr Kind 15 wird
Ab 15 darf Ihr Kind ein eigenes Konto haben. In der Familie kommen Erwachsene über eine Einladung dazu: Sie senden einen Link, und die Person wählt Adresse und Passwort selbst. Als Kontoinhaber verwalten Sie weiterhin die Konten der Familie, besprechen Sie den Wechsel also gemeinsam.
Unsicher, ob Ihr Kind alt genug ist?
Lesen Sie, was in Deutschland für Kinder und E-Mail gilt und was die Einwilligung der Eltern bedeutet.
Mit dem kostenlosen Tarif starten
Testen Sie Ayamail kostenlos mit 3 GB und wechseln Sie zu Family, wenn Sie Kinderkonten möchten. Die Preise für Ihr Land stehen auf der Preisseite.
Fragen und Antworten
- Wie alt muss mein Kind für eine eigene E-Mail-Adresse sein?
- Bei Ayamail kann man ab 15 ein eigenes Konto haben. Jüngere Kinder bekommen ein Kinderkonto, das ein Elternteil im Family-Tarif in der Familienzentrale anlegt und verwaltet.
- Kann ich die E-Mails meines Kindes lesen?
- Nicht über die Familienzentrale. Solange die Option „Nur freigegebene Absender“ aktiv ist, kommen E-Mails unbekannter Absender zu Ihnen. Sie können auch eine Kopie von E-Mails neuer Absender wählen. E-Mails freigegebener Absender gehen nur an Ihr Kind.
- Wie viele Kinderkonten kann ich anlegen?
- Der Family-Tarif bietet Platz für 4 Kinder und 6 Erwachsene mit 2 TB gemeinsamem Speicher.
- Braucht mein Kind eine Telefonnummer?
- Nein. Sie legen das Konto mit Name, Adresse und Passwort an. Ihr Kind meldet sich mit Adresse und Passwort an.
- Was tun, wenn mein Kind das Passwort vergisst?
- Sie setzen in der Familienzentrale ein neues. Das alte funktioniert dann nicht mehr, und Ihr Kind meldet sich mit dem neuen an.
Quellen
- Ayamail Familienzentrale: Kinderkonten und freigegebene Absender (Geprüft am 30. Oktober 2026)
- Ayamail Preise und Tarife (Geprüft am 30. Oktober 2026)